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Das Neuste

Kunst und Rosen

In den letzten Jahrhunderten wurde die Rose immer stark in die Kunst mit einbezogen. Wir möchten die alte Tradition, Rosen und Kunst miteinander zu verbinden, fortsetzen und Ihnen auf unseren Seiten immer wieder neue Anregungen zu diesem Thema geben.

Dabei denken wir nicht nur an die schöne traditionelle Porzellanmalerei und die Darstellung von Rosen in Gemälden und Skulpturen der letzten Jahrhunderte bis heute. Wir sehen auch eine Verbindung von moderner Gartenkunst und Rosen, die wir auch in unserem Garten auf dem Rosenhof realisieren wollen.

Renaissance traditioneller Gartenkunst

In den letzten Jahrhunderten bestand Gartenkunst fast ausschließlich aus klassisch inspirierten Skulpturen und Urnen. Urnen waren häufig ein ideales Gestaltungsmittel, um durch Höhenunterschiede Leben in eine gleichmäßige und gerade Fläche zu bringen oder um einen Mittelpunkt, einen Höhepunkt zu schaffen. Oft standen Urnen auch rechts und links von einer Treppe oder einem Eingang und betonten dadurch den Beginn eines neuen Bereichs, z.B. des Rosengartens.

Oft wurden Skulpturen an einem Ort aufgestellt, der durch die Skulptur betont werden sollte und damit zu etwas Besonderem wurde - weithin sichtbar.
Oder sie fanden ihren Platz in einer versteckten Nische, die zum Betrachten und Innehalten einlud. Besonders um die Jahrhundertwende wurden viele solcher Skulpturen in öffentlichen Parks und Friedhöfen aufgestellt.

Dazu gehörten auch die kleinen Putten aus Stein, ein Sinnbild für Unschuld, Naivität und ungebremste Lebensfreude. In der Antike begann ihre Karriere und Putten erleben heute wieder eine Renaissance in der kreativen Gartengestaltung.
Immer waren die Putten ein sichtbarer Ausdruck für Sinnenfreude und Lebenslust, oft wurden sie mit Musikinstrumenten oder Essbarem dargestellt..

Im Barock "wuchsen" dann die Engelsflügel an die Putten und sie hielten Einzug in die Kirchen als beliebter Altarschmuck. Sie standen damals für Unschuld und Reinheit, obwohl das nicht ganz ihrer ursprünglichen Intention entsprach.
Um die Jahrhundertwende erlebten sie noch einmal eine Höhepunkt, überall hielten Putten und Engel schützend die Hand über den Menschen.

Nach dem Krieg wurden diese Gestaltungselemente in Öffentlichen Gärten und Privatgärten sehr spärlich eingesetzt. Eine andere Gartenära begann, neue Wege der Gestaltung wurden beschritten und traditionelle Steinskulpturen, wie z.B. Putten, wurden als kitschig abgelehnt.

Heute besinnen wir uns wieder auf traditionelle Möglichkeiten in der Gartengestaltung, angeregt durch Englische Cottagegärten und ihren Landhausstil, der alte Traditionen der Gartenkunst mit modernen Inspirationen verbindet.

Es müssen nicht unbedingt Putten sein, auch andere Steinskulpturen, z.B. Nachahmungen aus der Antike und auch die Moderne Kunst finden einen Platz im Garten.

Ganz besonders in der Gemeinschaft mit Pflanzen kommen diese Objekte gut zur Geltung. Eine efeu- und rosenumranktes "Shy-Girl", das die Abgewandtheit vom Alltagsstress zum Ausdruck bringen soll, strahlt Ruhe und Besinnlichkeit aus.

Während meiner Rosenreise nach England im Juni 2000 konnte ich diese interessante Mischung in mehreren Öffentlichen und Privaten Gärten zum ersten Mal so richtig intensiv erleben. Von klassischen Gartenskulpturen, Urnen, Putten und alten Sagenfiguren aus Stein über faszinierende, moderne Objekte bis hin zu witzigen und fast schon verrückten Gestaltungselementen fand sich eine breite Palette in diesen Gärten.

Auf dieser Reise habe ich viele Anregungen für die Gestaltung meines Rosengartens gefunden. Mehr dazu finden sie auf der Seite Gestaltung des Gartens.