Den größten Ansporn für die Gestaltung erhielt ich im Jahr 2000 durch eine Rosenreise nach England. Unter sachkundiger Führung von Herrn Laade, habe ich die Pracht englischer Gartentradition kennen gelernt und viele Anregungen für unseren Cottage-Garten mitgenommen.
Ein Mixed Border mit Historischen, Alten und Englischen Rosen in Kombination mit Clematis und verschiedenen passenden Stauden wurde angelegt, das farblich abgestimmt mit purpurviolett auf der einen Seite beginnt und über kräftigrosa in ein sanftes Porzellanrosa auf der anderen Seite übergeht.
Eine offene Eiben-Rotunde haben ich mit panaschierten Rosen angepflanzt. Die ruhig wirkenden Eiben in ihrem dunklen Grün bilden einen ausgleichenden Hintergrund für die panaschierten Rosen mit ihren mehrfarbigen Blütenblättern.
Ein kleines Rosenparterre nach englischem Vorbild (Vorbilder fand ich auch in der Tradition norddeutscher Rosengärten) wurde im Frühjahr 2001 fertig gestellt. Anfang und am Ende des Parterres wurden sind mit Rosenbögen gestaltet, über die sich einmal blühende Kletterrosen und Climber ranken. Die Beete sind mit Buchsbaum eingefasst, die ich alle selbst gezogen habe. In jedem Beet steht als Höhepunkt ein Rosen-Hochstämmchen, dass von niedrigeren alten Polyantha-Sorten umgeben ist.
Am Ende des Grundstücks befindet sich ein kleiner „weißer Garten“, in dem nur weiße Rosen, weiße Pfingstrosen und andere weiße Stauden zu finden sind. Hier ist es sehr still, nicht nur von den Farben her.
Lauschige und versteckte Sitzplätze, die sich im ganzen Garten finden, laden uns nach getaner Arbeit zum Verweilen und Entspannen ein. In der Nähe des Lüderbachs gibt es auch einen Platz für das Mittagsschläfchen, begleitet vom leisen Plätschern des Bachs.
Der Garten ist so gestaltet, dass nicht gleich am Eingang alles sichtbar wird. Mit abwechslungsreichen Gestaltungs-Elementen habe ich verschiedene Garten-Räume geschaffen. Erst bei einem Gang durch den Garten öffnet sich die ganze Vielfalt. Wie in einem englischen „Secret-Garden“ ergeben sich an jeder neuen Ecke neue Perspektiven, neue Überraschungen.
Wer aber glaubt, bei uns einen gepflegten Englischen Rasen vorzufinden, wird bitter enttäuscht, denn wir haben den Garten aufgeteilt:
Die Wiese gehört meinen Golden Retrievern,
die Beete gehören mir. Und das klappt wunderbar!